Schönes-Schlechtes

Du sollst Schönes behalten

und Schlechtes vergessen

dich dankbar erinnern,

was du schon besessen:

Dinge die kostbar,

auch wenn die klein,

Freundschafft die echt war

und Liebe so rein.

Hinter dir die Säule sieh

nicht die Trümmer:

Wenn auch viel du verloren,

viel bleibt dir noch immer!

17.7.07 20:57, kommentieren

Wende dein Gesicht der Sonne zu,

dann fallen die Schatten hinter dich!

17.7.07 20:50, kommentieren

Liebst du mich?

Liebe den du liebst, hasse den du hasst, aber hasse niemals den, den du geliebt hast!     

versuche den zu bekommen, den du liebst sonst bist du gezwungen den zu lieben den du kriegst.

Ich weis nicht was es ist, was mich innerlich zerfrisst, vielleicht der Gedanke an dich und die Frage: Liebst du mich???

10.7.07 21:58, kommentieren

Opfer aus Liebe

Wir kannten und seit drei Monatenals wir zusammen waren...

Durch einen Streit verstanden wir uns noch besser!

Als ich sagte ich sein krank, weintest du um mich...

Als ich ins Flugzeug stieg, um in AMerika eine Operation durch zuführen

sagtest du mir nicht auf Wiedersehn!

Ich hatte das Gefühl und bekam ein Spenderherz...

Als ich wieder kam, fand ich dich nicht...

Man wollte mir nicht sagen, wo du bist...

dann sah ich meine Mutter mit Tränen in den Augen sie sagte:

Hat man die nicht gesagt von wem du das Herz hast???

1.6.07 22:16, kommentieren

Männer

So unnütz wie Unkraut, wie Fliegen und Mücken,

so lästig wie Kopfweh und zwicken im Rücken,

so störend wie Bauchweh und stehts ein Tyrann:

das ist dieser Halbmensch- sein Name ist Mann.

 

Er steht nur im Weg rum, zu nichts zu gebrauchen,

ist immer am Meckern und ständig am Fauchen.

Er ist auf der Erde, ich sag's ohne Hohn,

vom Herrgott die größte Fehlkonstruktion.

 

Ein Mann wäre doch ohne und Fraun verloren,

er wäre ja ohne uns nicht mal geboren!

Erst durch unsere Hilfe wird mit viel Bedacht,

so halbwegs ein Mensch aus diesem Schlappschwanz gemacht!

 

Ein Mann hält sich oft für unwiederstehlich

und glaubt, schon ein Lächeln macht uns selig.

Stolziert durch die Gegend wie ein Hahn auf dem Mist,

und merkt garnicht wie duselig er ist.

 

Fühle ich mich mal unwohl und kann kaum noch gehn,

kann weder stitzen, noch liegen oder stehn,

dann sagt er "Komm mach nicht so'n Wind..."

Doch sitzt ihm ein Pups quer, dann weint er wie'n Kind!

 

Mit dem Maul sind sie stark, da können sie pralen,

doch wenn der Zahnarzt bereitet mal Qualen,

dann sind sie doch alle- verzeih den Vergleich

-wie ein Korb voller Fallobst: so faul und so weich.

 

Ein Mann ist ganz brauchbar, solang' er noch ledig,

da ist er oft schlank und sein Körper athletisch,

da ist er voller Liebe und Elan

-kaum ist er verheratet, wird nicht's mehr getan.

 

Mit Gold und Brillianten tat er dich beglücken.

Das kriegt heut die Freundin- hinter dem Rücken,

und du kriegst heut nur noch, wenn er dran denkt,

zu geburtstag den Schnellkochtopf geschenkt!

 

Als Jüngling wollte er dauernt kosen und küssen,

als Ehemann will er davon nicht's mehr wissen.

Verlangst du dein Recht, dann wird er gemein:

Er gibt dir's Gebiß und sagt: "Küss dich allein!"

 

Und pfeifen sie auch manchmal aus dem allerletzten Loch,

darin sind wir und einig:

Wir lieben sie doch!!!

1.6.07 22:09, kommentieren

Spuren im Sand

Eines Nachts

hatte ich einen Traum:

Ich ging am Meer entlang

mit meinem Herrn.

Vor dem dunklen Nachthimmel

erstrahlten, Streiflichtern gleich,

Bilder aus meinem Leben.

Und jedesmal sah ich

zwei Fußspuren im Sand,

meine eigene

und die meines Herrn.

 

 

Als das letzte Bild an meinen

Augen vorübergezogen war,

blickte ich zurück.

Ich erschrak, als ich entdeckte,

daß an vielen Stellen

meines Lebensweges

nur eine Spur zu sehen war.

Und das waren gerade

die schwersten Zeiten

meines Lebens.

 

 

Besorgt fragte ich den Herrn:

"Herr, als ich anfing,

dir nachzufolgen,

da hast du mir versprochen,

auf allen Wegen bei mir zu sein.

Aber jetzt entdecke ich, daß in den

schwersten Zeiten meines Lebens

nur eine Spur im Sand ist.

Warum hast du mich

allein gelassen, als ich dich

am meisten brauchte?"

 

 

Da antwortete er:

"Mein liebes Kind,

ich liebe dich und werde dich

nie allein lassen, erst recht nicht

in Nöten und Schwierigkeiten.

Dort, wo du nur

eine Spur gesehen hast,

da habe ich dich getragen."

 

 

Margaret Fishback Powers

10.4.07 17:38, kommentieren

Bis zum letzten Atemzug
 
Michael stolpert aus der Arztpraxis. Fast wäre er gefallen.
Und wenn schon, tiefer fallen kann er nicht mehr. Längst steht er am Abgrund seines Lebens. Der Doktor hat es im grad gesagt. Lungenkrebs! Mitte dreißig ist Michael und hat eben sein Todesurteil erhalten. Der Arzt sagt, heute kann man schon viel machen. Was heißt das? Operation, Chemotherapie, Bestrahlung, unsagbare Schmerzen ertragen? „Nein danke, nicht mit mir“, murmelt Michael. Ein schwarzer Fleck auf der Lunge.
Ein halbes Jahr noch- oder etwas länger? Wie lange noch? Das ist ungewiss, sagt der Halbgott in Weiß.
Es weht ein heißer Sommerwind, doch Michael friert in der Sonne. Wie oft haben „Besserwisser“ gesagt, Michael du rauchst dich tot. Wie oft hat er es nicht geglaubt. Warum eigentlich nicht? Mit etwas Nachdenken hätte er es glauben müssen.
Da kommt ihm ein Zigaretten rauchender Junge entgegen, 15 Jahre, kaum älter. „ He, hör auf mit dem Dreck. Daran krepierst du!“ Michael erschrickt über seinen Sinneswandel. Dem Bengel das zu sagen, so was wäre ihm bis vor ein paar Minuten nicht eingefallen.
„Kümmere dich um dein Zeug Opa!“ ruft er zurück und hebt seinen Mittelfinger. Was heißt hier Opa- denkt Michael wütend. Seh’ ich nicht aus wie 35? Hat das Nikotin mich altern lassen? Um mein Zeug soll ich mich kümmern. Was ist mein Zeug? Wie viel Zeit bleibt dafür? Fest steht, ein Opa werde ich in diesem kurzen Leben nicht mehr. Es ist kein Trost, wie ein Opa aus zu sehen. Das ist eher makaber.
Michael nimmt die Abkürzung durch den Park um nach hause zu kommen. Ein Schauer läuft ihm den Rücken runter. Laura! Wie sag ich’s meiner Frau? Seine Hände und gelben Fingerkuppen zittern wie Espenlaub. Ein Schwächgefühl durchjagt seinen Körper. Oh mein Gott, was wird mit Tim? Der kleine muss ohne seinen Papa aufwachsen. Hat der Junge so einen Vater verdient, der völlig gewissenlos durchs Leben stolpert? Einen, der sich auf Raten tötet? Warum ist er nicht gleich aus dem 10 Stockwerk gesprungen? Wieso hat er nicht wenigstens für seine Liebsten versucht, von der Todbringenden Sucht loszukommen?
Es ist zu spät, sich diese Frage zu stellen. Nichts wird ihm mehr helfen. Vielleicht sollte er verreisen? Weit weg, das kurze Stück Leben genießen. Und wovon? Michaels geringer Lohn floss in den letzten Jahren stärker  in unzählige Zigarettenstangen. Seine Gedanken drehten sich nur noch um das Teufelsgift, das er so brauchte. Ein schwarzer Fleck auf der Lunge bedeutet, der Tod streckte den Arm nach ihm aus.
Sein Junge- ein Halbweise und seine Laura- eine Witwe?
Sie ist die Klügere! Hat nie geraucht, hat um ihn gekämpft wie eine Löwin und gehofft, er würde eines Tages aufhören. Und er?
Was tat er? Hing wie ein Ertrinkender am Glimmstängel.
Gleich hat Michael sein Haus erreicht. Ihm ist brechübel. Wie soll er nur Timm gegenüber treten? Den Tod im Nacken, wie?

Da springt die Haustür auf und Tim rennt ihm strahlend entgegen. „Papi, Papi, guck was ich für dich gemalt habe. Guck, das bis du- und die Mami und euer Tim. Wir sind am Strand und die Sonne scheint.“ Michael hält seinen kleinen Sohn fest- ganz fest. So fest, als könne er damit alles retten. Die Tränen laufen ihm übers Gesicht. Wie lange bleibt ihm noch für dieses unendlich große Glück? Er wird darum kämpfen bis zum letzten Atemzug...

 

12.12.06 21:27, kommentieren