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Spuren im Sand

Eines Nachts

hatte ich einen Traum:

Ich ging am Meer entlang

mit meinem Herrn.

Vor dem dunklen Nachthimmel

erstrahlten, Streiflichtern gleich,

Bilder aus meinem Leben.

Und jedesmal sah ich

zwei Fußspuren im Sand,

meine eigene

und die meines Herrn.

 

 

Als das letzte Bild an meinen

Augen vorübergezogen war,

blickte ich zurück.

Ich erschrak, als ich entdeckte,

daß an vielen Stellen

meines Lebensweges

nur eine Spur zu sehen war.

Und das waren gerade

die schwersten Zeiten

meines Lebens.

 

 

Besorgt fragte ich den Herrn:

"Herr, als ich anfing,

dir nachzufolgen,

da hast du mir versprochen,

auf allen Wegen bei mir zu sein.

Aber jetzt entdecke ich, daß in den

schwersten Zeiten meines Lebens

nur eine Spur im Sand ist.

Warum hast du mich

allein gelassen, als ich dich

am meisten brauchte?"

 

 

Da antwortete er:

"Mein liebes Kind,

ich liebe dich und werde dich

nie allein lassen, erst recht nicht

in Nöten und Schwierigkeiten.

Dort, wo du nur

eine Spur gesehen hast,

da habe ich dich getragen."

 

 

Margaret Fishback Powers

10.4.07 17:38, kommentieren